B1-S1-R1 – Grüne Wege im Revier

Foto-Dokumentation der drei wichtigsten „Einser“-Verkehrsmittel und Verkehrswege im Ruhrgebiet

Projektleiter: Thomas Langhans

B1

Die Bundesstraße 1 (kurz B 1) erstreckt sich von der niederländischen Grenze bei Aachen im Westen bis zur polnischen Grenze in Küstrin-Kietz an der Oder im Osten. Die bekannteste Teilstrecke der Bundesstraße 1 ist heute der Ruhrschnellweg (A40), mit 155.000 Fahrzeugen pro Tag eine der meistbefahrenen Strecken Deutschlands.

Entlang dieser Straße haben sich kleine, grüne Oasen gebildet, die dem Verkehrsalltag trotzen. Sie gilt es fotografisch zu erkunden und zu betrachten. Darüber hinaus stellt sich die Frage, inwiefern der Ruhrschnellweg heute schon für die Elektromobilität der Zukunft geeignet ist: Ein Fahrversuch mit einem Elektrokraftfahrzeug, der fotografisch dokumentiert werden soll, versucht diese Frage zu beantworten.

S1

Die S-Bahn Rhein-Ruhr ist ein multizentrisches S-Bahn-Netz der Verkehrsverbünde Rhein-Ruhr und Rhein-Sieg im westlichen Nordrhein-Westfalen. Es umfasst große Teile der europäischen Metropolregion Rhein-Ruhr, zu der das Ruhrgebiet und der nordrhein-westfälische Teil des Rheinlands als Verdichtungsgebiete gerechnet werden. Gemessen an der Länge des Streckennetzes ist das S-Bahn-Netz Rhein-Ruhr das größte S-Bahn-Netz Deutschlands.

Am 26. Mai 1974 wurde die S 1 von Duisburg-Großenbaum bis Bochum Hauptbahnhof Betrieb genommen. Der Lückenschluss zwischen Duisburg-Großenbaum und Düsseldorf von der S 1 folgte am 25. September 1977, 1983 erhielt Dortmund seine erste S-Bahn, als am 25. September die S 1 von Bochum dorthin verlängert wurde. Dies beinhaltete auch eine Neubaustrecke, die die Universität Dortmund anschließt.

Die S1 stellt somit eine der wichtigsten S-Bahn-Linien im Ruhrgebiet dar. Sie ist nicht nur für viele Pendler eine Alternative zur B1. Doch ist sie auch ökologischer? Die Deutsche Bahn AG fährt auf ihren Strecken durch Essen weitestgehend elektrisch. Eine fotografische Exkursion soll darüber Aufschluss geben, wo und wie auf Essener Stadtgebiet Strom erzeugt wird, damit die Bahn elektrisch fahren kann.

R1

Der R1 – oder um genau zu sein der RS1 – bezeichnet den Radschnellweg entlang der Rheinischen Bahn von Mülheim Hauptbahnhof bis in Essener Univiertel. Von Mülheim kommend zweigt der Radweg kurz hinter der Essener Stadtgrenze zur Grugabahn in Richtung Rüttenscheid – Steele ab und führt von dort weiter in Richtung Hattingen. Seit November 2015 ist die Trasse befahrbar, auf Mülheimer Seite wird der aktuell in Bau befindliche Anschnitt zwischen Hauptbahnhof und Ruhr voraussichtlich im Frühsommer 2017 fertiggestellt.

Auf Essener Gebiet führt der R1 durch die Stadtteile Schönebeck und Altendorf, am neu angelegten Nierfeldsee entlang, durch den Kruppgürtel und bis ins Univiertel der Essener Innenstadt. Von dort aus gibt es einen Anschluss in Richtung Weltkulturerbe Zollverein. Eine Verlängerung zwischen Universität und Essen Kray ist in Planung. Im Rahmen des Projekts soll der R1 fotografisch betrachtet werden.

Geplante Projektaktivitäten:

  • Foto-Dokumentation Elektromobilität auf der B1
  • Foto-Tour entlang der B1
  • Foto-Exkursion Stromerzeugung in Essen für die S1
  • Fahrrad-Foto-Tour auf dem R1 von Mülheim nach Essen
  • Auf Schnittstellen-Suche: Wo begegnen sich B1, S1 und R1?

Quellenangaben: